

Schneeschuhtour Hohe Ranach
Eine einfache und sichere Schneeschuhtour im nördlichen Gebiet der Seetaler Alpen in der Erlebnisregion Murtal, da eine präparierte Spur über ca. 400 Höhenmeter zum Gipfel der Hohen Ranach auf 1981 m Seehöhe führt. Zahlreich Winterwanderer, Skitourengeher und Schneeschuhwanderer nehmen den Weg, der vom Bundesheer gewartet wird, gerne in Anspruch. Aufgrund der exponierten Lage des weitläufigen Gipfelbereiches hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Judenburg-Knittelfelder Becken und die umliegenden Bergregionen. Bevor man sich aber mit Schneeschuhen auf den Weg macht, muss man wissen, dass man hier in unmittelbarer Nähe eines militärischen Sperrgebietes unterwegs ist und der Wanderweg auf die Hohe Ranach bei Scharfschießübungen gesperrt wird. Auf der Homepage des Bundesheeres sind die Sperrzeiten ersichtlich. Zusätzlich gibt es noch eine INFOPOINT-Tafel beim Ausgangspunkt mit einer digitalen Anzeige, die über die aktuellen Sperrzeiten der Wanderwege informiert. Wer gerne die Wanderung etwas verlängern möchte, hat noch die Möglichkeit, in Richtung Westen zum Erslstand (2124 m) zu gehen und den Aus- bzw. Einblick ins weitläufige Kar (Fleischhackerboden – militärisches Sperrgebiet) zu genießen.
Eigenschaften
Beste Jahreszeit
Tour in Zahlen
Karte & Downloads
Weitere Informationen
Von Judenburg über Oberweg und Ossach führt die Seetalstraße direkt zum Gelände des Truppenübungsplatzes Schmelz und somit zum großen Parkplatz gegenüber der Soldatenkirche. (16 km, ca. 25 Minuten).
Von Wolfsberg über die B78 bis Obdach und dann über St. Wolfgang zum Ausgangspunkt (50 km, ca. 50 Minuten).
Mit dem Auto zum Schneeschuhwandern – ein paar Dinge, auf die man achten sollte!
- Gute Winterreifen sind ein absolutes MUSS!
- Eiskratzer, Schneebesen, Enteiser für die Türschlösser und eine kleine Schaufel gehören zur Grundausstattung.
- Schneeketten und ein Abschleppseil ins Auto geben, auch wenn man selbst nicht gut damit umgehen kann. Helfende und fachkundige Wanderer gibt es am Berg immer!
- Das Auto von Schnee und Eis ganz befreien, vor allem das Autodach ganz abkehren.
- Beim Parken darauf achten, dass man auch anderen Autofahrern Platz lässt.
- Immer so parken, dass die restliche Fahrbahn für Autos, Holz-Lastkraftwagen und Räumfahrzeuge frei bleibt.
- Sich vor der Anfahrt über die Schneesituation auf der Zufahrtsstraße bzw. bei den Parkmöglichkeiten informieren. (Hüttenwirt, Webcams)
Beim großen Parkplatz (1), 1550 m, ist eine Informationstafel des Bundesheeres zu sehen, die Auskunft über die Sperrzeiten der Wanderwege gibt. Von hier aus starten wir mit unserer Wanderung und gehen gleich beim Tor (siehe gelbe Hinweistafeln des Bundesheeres) hindurch. Meist sind Spuren vorhanden, denen wir links leicht bergauf über eine freie Wiesenfläche folgen, bis wir eine Forststraße erreichen. Bei guter Schneesituation sind hier auch Langlaufloipen gespurt. In Folge wandern wir geradeaus durch den Wald und beim nächsten Kreuzungsbereich machen wir eine Rechts-Links-Kombination und sind nun auf dem Hauptweg in Richtung Hohe Ranach. Wald- und Wiesenflächen wechseln sich ab und der Weg steigt gemütlich über langgezogene Serpentinen an. Nach ca. 2 km und 190 Höhenmetern erreichen wir den Mühlbacher Sattel (2), 1788 m. Ab nun wird der Wald lichter und allmählich erreichen wir die Baumgrenze. Knapp nach dem Mühlbacher Sattel, wenn es wieder bergauf geht, halten wir uns links und wandern dieser präparierten Spur hinterher. Wer es kürzer haben möchte, kann auch die direkte Linie bergauf nehmen, wobei wir den kleinen Umweg auf den Gipfel sehr schön finden. Einerseits sind wir aussichtsreicher unterwegs und andererseits entkommen wir zumindest teilweise der Abfahrsroute der Skitourengeher. Kurz bevor wir unser Ziel erreichen, geht es noch nach links die letzten Höhenmeter bergauf und dann sehen wir das Gipfelkreuz der Hohen Ranach (3), 1981 m, schon vor uns. Für den Abstieg folgen wir unserer Aufstiegsroute.
Zum Startpunkt der Tour selbst gibt es keine Verbindung mit Öffentlichen Verkehrsmittel.
Allgemeine Auskunft über die Öffentlichen Verkehrsmittel in der Region: www.verbundlinie.at
Großer Parkplatz gegenüber der Soldatenkirche.
Schmelzhütte, Tel.: +43 3578 8240 oder +43 681 20 488 137, 8750 Judenburg, Ossach 37. Schmelzhütte auf Facebook, Schmelzhütte Tourismusinfo
Winterleitenhütte / Naturfreundehaus auf 1800 m Seehöhe, Tel. +43 3578 8210, Homepage. Schlittenverleih
Homepage des Bundesheeres: Sperrzeiten der Wanderwege
Freytag & Berndt (2017): Seetaler Alpen, Seckauer Alpen, Judenburg, Knittelfeld. WK 212 Wander-, Rad-, Freizeitkarte; 1:50000
Die Schneeschuhwanderkarte der Erlebnisregion Murtal, erhältlich an den Standorten oder bei vielen Betrieben im Murtal
Weitere Informationen zum Schneeschuhwandern auf unserer Homepage www.murtal.at/schneeschuhwandern
Sarcletti S., Zienitzer E., (2. Auflage 2018): Schneeschuhführer Steiermark – Vom Dachstein bis zum Steirischen Weinland. Bergverlag Rother GmbH, München, S. 176. Für weitere Infos hier klicken.
Schneeweiß C., (2012): Schneeschuhgehen – Praxiswissen vom Profi zu Ausrüstung, Technik und Sicherheit. Bruckmann Verlag GmbH, München, S.192